Interviews

«Die Haut wird straffer.»

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Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie spezialisierte sich Prof. Dr. Robert Oellinger bereits vor 20 Jahren ausschliesslich auf Ästhetische Eingriffe. Ob als leitender Arzt der renommierten Schweizer Klink Aesthea in Rheinfelden oder als Universitätsprofessor, Dr. Oellinger liegen die praktischen wie auch wissenschaftlichen Forschungs-Arbeiten gleichwohl am Herzen. Hautraffung und Cellulite im speziellen sind Themen, welche in der Kosmetik immer wieder zu kontroversen Diskussionen führen. Neue, innovative Wirkstoffe sind rar und entsprechend bestehen viele kosmetische Produkte den Härtetest im täglichen Gebrauch nicht. Viel wurde getestet, wenig hat überzeugt und so ist die Frustration bei den betroffenen entsprechend groß.  

 

Prof. Oellinger, warum ist Cellulite für viele Frauen ein so hartnäckiges Problem? Und woher kommt Cellulite überhaupt?
Prof. Dr. Oellinger: Seit Jahrzehnten wird über die Cellulite geforscht. Dieser lange Zeitraum zeigt auch schon, wie schwierig und komplex es ist, sich dem Problem anzunähern. Es sind bereits junge Frauen betroffen, aber natürlich auch ältere, wie jeder weiss. Das Körpergewicht und die hormonelle Situation spielen eine Rolle, sind aber nicht entscheidend. Es zeigt sich immer mehr, dass ursächlich die Veränderungen des Fett- und Bindegewebes bestimmende Faktoren darstellen. Unmittelbar unter der Haut liegt ein Kollagen-Fasernetz, welches primär stabil ist. Kommt es zur Anhäufung von Fettzellen unter dem Netz, kann dem Druck nicht mehr standgehalten werden und es wird nach aussen gedrückt. Das wäre nun alles nicht so schlimm, wenn es nicht in unregelmässigen Abständen Fasern gäbe, die senkrecht zur Haut nach unten ziehen und die Unregelmässigkeiten verursachen (Orangenhaut).

 

Heisst das, dass kein Kraut gegen dieses Problem gewachsen ist?
Prof. Dr. Oellinger: Ein Kraut nach meinem Wissensstand nicht (lacht). Allerdings gibt es nebst einigen interessanten apparativen und zum Teil invasiven Methoden, einen Ansatz gegen Cellulite, welcher mich als Arzt und Wissenschaftler staunen lässt.

 

Der da wäre?
Prof. Dr. Oellinger: Es gibt aufstrebende Schweizer Firmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Kampf gegen die Dellen zu gewinnen. Und es scheint tatsächlich so, als sei ihnen diese ambitionierte Mission gelungen. Die Firma Skin689, zum Beispiel, setzt mit ihrem eigenen und patentierten Wirkstoff CHacoll®, nämlich genau da an, wo man eben ansetzen muss: Beim geschwächten Bindegewebe. Der Wirkstoff regt die Neokollagensynthese an – so wird die Dermis gestärkt, die Fettzellen werden nach unten gedrückt und die Hautoberfläche wird entsprechend glatter. Es wird also nicht versucht, mit entwässernden Inhaltsstoffen wie z. B. Koffein, einen sogenannten Soforteffekt, der aber nicht nachhaltigist, zu erhaschen, sondern dem Problem eben nachhaltig auf den Leib gerückt.

 

Und diese Wirksamkeit wurde nachgewiesen? Mit welchen Ergebnissen?
Prof. Dr. Oellinger: Es wurden zwei klinisch-dermatologische Studien von unabhängigen, renommierten Instituten durchgeführt. Verschiedene objektive Messungen brachten positive Resultate zu Tage: Nach regelmässiger Anwendung der Anti-Cellulite Creme nahm die Elastizität der Haut signifikant zu. Die Fläche der protrudierenden Fettlobuli – das sind die vorstülpenden Fettläppchen im Unterhautfettgewebe – wurde über einen Zeitraum von zwölf Wochen um bis zu 58 Prozent reduziert und auch der Oberschenkelumfang wurde verringert. Das sind Resultate, welche aufhorchen lassen.

 

Zum Wirkstoff: Was zeichnet diesen aus Ihrer Sicht besonders aus?
Prof. Dr. Oellinger: Auf den ausgewerteten Ultraschallbildern waren neben der angesprochenen Reduktion der Fläche der Fettlobuli eine deutliche Zunahme der Hautdichte – also eine kompaktere Hautstruktur – zu sehen. Das wiederum zeigt uns, dass wir hier nun einen effektiven Ansatz gegen Cellulite haben.

 

Wie ist denn die Reaktion Ihrer Patientinnen?
Prof. Dr. Oellinger: Ich muss Ihnen sagen, dass wir, trotz der guten Studienergebnisse, zu Beginn etwas skeptisch waren. Allerdings waren unsere Patientinnen dann bereits nach rund drei bis vier Wochen von ersten Ergebnissen angetan. Was aber viel wichtigerist: Wir konnten feststellen, dass bei anhaltender Verwendung der Creme der Schweregrad der Cellulite tatsächlich abgenommen hat. Die Haut wird straffer, die Hautstruktur zeigt sich gut verbessert. PDF herunterladen